Ube Desserts: Die lila Trend-Zutat erobert deutsche Cafés
Ube Desserts sind der neue Café-Trend nach Matcha. Die lila Yamswurzel aus den Philippinen begeistert mit natürlicher Farbe in Latte, Kuchen & Co.

Ube Desserts: Die lila Trend-Zutat erobert deutsche Cafés
Ube Desserts erobern die deutschen Café-Menüs im Sturm. Während Matcha-Latte mit seinem beruhigenden Grün lange Zeit das Rennen machte, ist jetzt leuchtendes Lila die Farbe der Stunde. Ganz ohne künstliche Farbstoffe sorgt die Zutat für Instagram-würdige Momente und zieht die Aufmerksamkeit einer ganzen Generation auf sich.
Ube – die lila Yamswurzel aus den Philippinen
Ube ist eine violette Yamswurzel-Art, die ursprünglich von den Philippinen stammt. Äußerlich ähnelt sie der Süßkartoffel, doch beim Aufschneiden kommt eine intensive lila Farbe zum Vorschein. Geschmacklich vereint sie die Süße von Süßkartoffeln mit dezenten Vanille- und Kokosnuss-Noten. Obwohl sie violetten Süßkartoffeln oder Taro optisch ähnelt, handelt es sich um völlig verschiedene Lebensmittel.
Auf den Philippinen wird Ube seit Generationen in Desserts verwendet. Im klassischen Halo-Halo – einer Art Eisdessert – kommt Ube als Eis oder Marmelade zum Einsatz. Ube Halaya, eine traditionelle Konfitüre aus zerdrückter Ube mit Kondensmilch und Kokosmilch, ist dort ein beliebter Snack. Auch in Brot, Keksen und Kuchen ist die Zutat fest verankert.
Warum sind Ube Desserts gerade so angesagt?
In deutschen Cafés tauchen derzeit immer mehr Ube-Kreationen auf: Ube Latte, Ube Donuts, Ube Sahnebrötchen, Ube Kuchen. Medienberichten zufolge steigt das Suchvolumen für Ube bei Google kontinuierlich an, und auf Instagram verzeichnet der Hashtag '#ube' über 75 Millionen Beiträge.
Der Erfolg liegt in der visuellen Wirkung. Während Matcha mit seiner natürlichen, zurückhaltenden grünen Ästhetik punktete, setzt Ube auf knallige, verspielte Lila-Töne mit starkem optischen Impact. Für alle, die fotogene Desserts suchen, ist das die perfekte Zutat. Besonders attraktiv: Diese leuchtende Farbe entsteht komplett ohne künstliche Farbstoffe.
Die Nährstoffe hinter der Farbe
Ubes Reiz beschränkt sich nicht aufs Auge. Die lilafarbene Knolle enthält Anthocyane – jene Antioxidantien, die für die Färbung violetter Lebensmittel verantwortlich sind. Anthocyane gelten als Radikalfänger und werden in Zusammenhang mit Augengesundheit und Anti-Aging erforscht.
Laut Daten des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) liefern Yams-Gewächse zudem Ballaststoffe und Kalium. Auch in der Datenbank der koreanischen Lebensmittelbehörde finden sich entsprechende Nährstoffangaben. Trotz ihrer Süße ist Ube eine sättigende Zutat, die vielseitig eingesetzt wird.
Café-Trends: Von Matcha zu Ube
Die Branche betrachtet Ube als neuen "Color Food"-Trend nach Matcha. Die Kombination aus vertrautem Süßkartoffel-Geschmack und neuartiger Optik senkt die Einstiegshürde, während die Social-Media-Tauglichkeit überzeugt. Mehrere Medienberichte bestätigen, dass sowohl Café-Ketten als auch unabhängige Cafés Ube-Produkte zügig ins Sortiment aufnehmen.
Die Einsatzmöglichkeiten reichen vom Latte über Kuchen und Gebäck bis hin zu Eiscreme. Die philippinische Dessert-Tradition trifft auf deutsche Café-Kultur und wird kreativ neu interpretiert. Das leuchtende Lila ist ein starkes Verkaufsargument für alle, die nach Instagram-tauglichen Leckereien Ausschau halten.
Ube Desserts zu Hause selbst machen
Ube-Pulver und Ube Halaya Marmelade sind in Online-Shops für Lebensmittel problemlos erhältlich. Für einen Ube Latte rührt man das Pulver einfach in Milch oder Pflanzenmilch ein. Beim Backen von Kuchen oder Keksen mischt man Ube-Pulver direkt in den Teig. Die Marmelade Ube Halaya eignet sich perfekt als Brotaufstrich oder Füllung.
Dank der intensiven Farbe genügt bereits eine kleine Menge für den typischen Lila-Effekt. Wer zum ersten Mal damit experimentiert, sollte mit wenig anfangen und sich herantasten. Mit etwas Vanille und Kokosmilch lässt sich der authentische philippinische Dessert-Charakter verstärken.
Mehr K-Food-Geschichten gibt's im K-Blog.
Frequently Asked Questions
- Sind Ube und violette Süßkartoffel dasselbe?
- Nein, es handelt sich um unterschiedliche Lebensmittel. Ube ist eine violette Yamswurzel-Art aus den Philippinen, während violette Süßkartoffeln zur Süßkartoffel-Familie gehören. Geschmacklich unterscheiden sie sich ebenfalls: Ube hat dezente Vanille- und Kokosnuss-Aromen, violette Süßkartoffeln schmecken intensiv süßkartoffelig.
- Enthalten Ube Desserts künstliche Farbstoffe?
- Ube selbst hat eine natürliche violette Farbe, sodass keine künstlichen Farbstoffe nötig sind, um das leuchtende Lila zu erzeugen. Manche Fertigprodukte fügen allerdings Farbstoffe hinzu, um die Intensität zu steigern – ein Blick auf die Zutatenliste schafft Klarheit.
- Wo kann ich Ube kaufen?
- Ube-Pulver und Ube Halaya Marmelade findet man in Online-Shops für Lebensmittel oder in Fachgeschäften für importierte Produkte. Auch Asia-Märkte, die philippinische Zutaten führen, bieten Ube häufig an.
- Enthält Ube Latte Koffein?
- Ube selbst ist koffeinfrei. Ein Ube Latte wird üblicherweise aus Milch oder Pflanzenmilch mit Ube-Pulver zubereitet – solange kein Espresso hinzugefügt wird, ist das Getränk also ohne Koffein. Manche Cafés bieten allerdings Varianten mit Espresso an, deshalb am besten vorher nachfragen.



